Tierkreiszeichen
Die 12 Sternzeichen: alle Daten und ihre Bedeutung im Überblick
Zwölf gleich große Abschnitte des Sonnenjahres, jeder mit eigenem Zeitraum, Symbol und Namen. Hier stehen alle Daten beieinander – und die Grenztage, an denen das Geburtsjahr darüber entscheidet, welches Zeichen gilt.
Der Ring zeigt das ganze Jahr als geschlossene Skala: 365 Tagesstriche, zwölf Sektoren in ihrer wirklichen Länge von 29 bis 32 Tagen, und an jeder Zeichengrenze die gepunktete Zone, in der der Wechsel je nach Jahr fällt.
Alle Zeichen
Die zwölf Zeichen und ihre Daten
Geordnet nach dem Sonnenlauf, beginnend am Frühlingspunkt.
Nach Geburtsmonat
Sternzeichen nach Monat
In jeden Monat fallen zwei Zeichen. Die Monatsseite nennt den genauen Wechsel und die Uhrzeit für jedes Jahr.
- 01 Sternzeichen im Januar Steinbock bis 20., Wassermann ab 21.
- 02 Sternzeichen im Februar Wassermann bis 19., Fische ab 20.
- 03 Sternzeichen im März Fische bis 20., Widder ab 21.
- 04 Sternzeichen im April Widder bis 20., Stier ab 21.
- 05 Sternzeichen im Mai Stier bis 20., Zwillinge ab 21.
- 06 Sternzeichen im Juni Zwillinge bis 21., Krebs ab 22.
- 07 Sternzeichen im Juli Krebs bis 22., Löwe ab 23.
- 08 Sternzeichen im August Löwe bis 23., Jungfrau ab 24.
- 09 Sternzeichen im September Jungfrau bis 23., Waage ab 24.
- 10 Sternzeichen im Oktober Waage bis 23., Skorpion ab 24.
- 11 Sternzeichen im November Skorpion bis 22., Schütze ab 23.
- 12 Sternzeichen im Dezember Schütze bis 21., Steinbock ab 22.
Was ein Sternzeichen ist und was die 12 Zeichen bedeuten
Ein Sternzeichen ist ein Maß, keine Figur am Himmel. Die Ekliptik – die scheinbare Jahresbahn der Sonne vor dem Sternhintergrund – wird in zwölf gleich große Abschnitte von je 30 Grad geteilt. Gezählt wird vom Frühlingspunkt, dem Schnittpunkt von Ekliptik und Himmelsäquator, an dem die Sonne im März steht. Der erste Abschnitt heißt Widder, der zweite Stier, und so weiter durch das Jahr.
Weil die zwölf Abschnitte exakt gleich groß sind, die Sonne sich aber nicht mit gleichmäßiger Geschwindigkeit durch sie bewegt, sind die zwölf Zeiträume ungleich lang. Die Erde läuft auf einer Ellipse; Anfang Januar steht sie der Sonne am nächsten und bewegt sich am schnellsten, Anfang Juli am weitesten entfernt und am langsamsten. Deshalb dauert der Durchgang durch die Zwillinge 32 Tage, der durch den Schützen nur 29.
Warum die Grenzen wandern
Ein Sonnenjahr ist nicht 365 Tage lang, sondern etwa 365 Tage und 6 Stunden. Der Kalender rundet auf 365 ab und schiebt alle vier Jahre einen Tag ein. In der Zwischenzeit rutscht der Zeitpunkt, an dem die Sonne eine Zeichengrenze überschreitet, von Jahr zu Jahr um knapp sechs Stunden nach hinten – und mit dem Schalttag um fast einen Tag zurück. Über vier Jahre ergibt das ein Sägezahnmuster: dreimal später, einmal deutlich früher.
Fällt der Wechsel in einem Jahr in die frühen Morgenstunden und im nächsten erst am späten Abend, dann liegt derselbe Kalendertag einmal im neuen und einmal noch im alten Zeichen. Genau das macht die Tage rund um jede Grenze zu Grenztagen. Für alle anderen Tage im Jahr ist die Zuordnung eindeutig und die Tabelle genügt.
Zeichen, Sternbild, Sternzeichen: drei Begriffe und ihre Bedeutung
Ein großer Teil der Widersprüche, die man zu diesem Thema liest, löst sich auf, sobald man drei Wörter auseinanderhält. Ein Zeichen ist ein Maß: einer von zwölf gleich großen Abschnitten der Ekliptik, je dreißig Grad, gezählt vom Frühlingspunkt. Ein Sternbild ist ein Gebiet am Himmel, seit 1930 international abgegrenzt, ungleich groß und historisch gewachsen. Sternzeichen ist die alltagssprachliche Bezeichnung für das Erste, obwohl das Wort auf das Zweite hindeutet – und genau in dieser Lücke entstehen die meisten Missverständnisse.
Zwei Beispiele machen den Unterschied greifbar. Die Sonne durchläuft das Sternbild Skorpion in etwa einer Woche und das Sternbild Jungfrau in mehr als sechs Wochen; als Zeichen sind beide exakt dreißig Tage lang. Und die beiden Wendekreise auf jedem Globus heißen nach Krebs und Steinbock, obwohl die Sonne dort zur jeweiligen Sonnenwende längst vor anderen Sternbildern steht – die Namen sind Momentaufnahmen aus der Antike, die geografischen Linien sind es nicht.
Daraus folgt auch, was von der Rede vom „dreizehnten Sternzeichen" übrig bleibt. Es ist richtig, dass die Ekliptik zwischen Skorpion und Schütze das Sternbild Schlangenträger streift, und die Sonne steht dort tatsächlich länger als im Sternbild Skorpion. Für die Zeichen ändert das nichts: zwölf mal dreißig Grad ergibt dreihundertsechzig, und die Zwölfteilung ist eine Eigenschaft des Kreises, nicht der Sterne.
Die vier Elemente und die drei Qualitäten
Neben den Daten trägt jedes Zeichen zwei Zuordnungen aus der überlieferten Systematik. Beide sind Ordnungsbegriffe der Astrologie und keine astronomischen Aussagen – sie beschreiben, wie die zwölf Abschnitte zueinander stehen.
Die vier Elemente verteilen sich streng reihum, sodass jedes vierte Zeichen dasselbe trägt: Feuer bei Widder, Löwe und Schütze, Erde bei Stier, Jungfrau und Steinbock, Luft bei Zwillingen, Waage und Wassermann, Wasser bei Krebs, Skorpion und Fischen. Dass der Wassermann mit Wasser im Namen dem Element Luft zugeordnet ist, ist kein Fehler, sondern der Beleg dafür, dass Bild und Element zwei unabhängige Schichten sind.
Die drei Qualitäten laufen in Dreierschritten durch dasselbe Muster. Kardinal sind Widder, Krebs, Waage und Steinbock – und das ist nicht symbolisch gemeint: es sind genau die vier Zeichen, deren Beginn an einer Tagundnachtgleiche oder einer Sonnenwende liegt, also an einem messbaren Ereignis. Fix sind die vier Zeichen in der Mitte einer Jahreszeit, veränderlich die vier, die eine abschließen. Wer die Einteilung von dieser Seite aus liest, sieht, dass sie dem astronomischen Verlauf des Jahres folgt und nicht dem Kalender.
Tabelle und Sonnenstand
Die gebräuchliche Tabelle nennt feste Kalendertage – für die Waage etwa den 24. September. Das ist eine Konvention und als solche brauchbar, aber sie ist nicht der gemessene Sonnenstand: astronomisch überschreitet die Sonne die Grenze zur Waage in den Jahren zwischen 1940 und 2035 am 22., 23. oder 24. September. Bei elf der zwölf Zeichen ist der Tabellentag einer dieser Tage, er markiert also die spätestmögliche Grenze. Bei den Fischen nicht: dort nennt die Tabelle den 20. Februar, während der Übertritt tatsächlich immer auf den 18. oder 19. fällt.
Beides hat seinen Platz. Wer nur wissen will, welches Zeichen zu einem Geburtstag gehört, ist mit der Tabelle richtig beraten. Wer an einem Grenztag geboren ist, braucht den Zeitpunkt – und der steht, mit Datum und Uhrzeit für jedes Jahr, auf der Seite des betreffenden Monats.
Warum die Reihe im März beginnt
Die zwölf Zeichen sind nicht nach dem Kalender geordnet, sondern nach dem Sonnenlauf, und ihre Reihe beginnt mit dem Widder im März. Das wirkt willkürlich, hat aber einen einzigen, nachprüfbaren Grund: der Frühlingspunkt liegt dort.
Der Frühlingspunkt ist einer der beiden Schnittpunkte von Ekliptik und Himmelsäquator – der Ort, an dem die Sonne im März von der südlichen auf die nördliche Himmelshalbkugel wechselt. In diesem Moment ist ihre Deklination null und ihre Länge auf der Ekliptik null Grad. Ab hier wird gezählt: dreißig Grad weiter beginnt der Stier, sechzig Grad weiter die Zwillinge, und so fort durch das Jahr.
Interessant ist, dass der römische Kalender denselben Anfang hatte. Sein Jahr begann im März, und die Namen der letzten vier Monate belegen es bis heute: September, Oktober, November und Dezember tragen sieben, acht, neun und zehn im Namen und stehen an neunter bis zwölfter Stelle. Als der Jahresanfang um 153 vor unserer Zeit auf den Januar verlegt wurde, rutschten alle Monate um zwei Stellen, und die Zahlnamen blieben stehen. Die Zeichenreihe hat diesen Wechsel nicht mitgemacht – sie zählt weiter von der Stelle, an der sich etwas messen lässt.
Was ein Grenztag praktisch bedeutet
Von den 365 Tagen des Jahres sind zwanzig Grenztage – etwa jeder achtzehnte. An allen übrigen genügt das Datum, und die Tabelle beantwortet die Frage vollständig. Es lohnt sich deshalb, zuerst nachzusehen, ob der eigene Geburtstag überhaupt betroffen ist.
Ist er es, geht die Prüfung in zwei Schritten. Der erste ist das Geburtsjahr: die Monatsseite nennt für jedes Jahr den Tag und die Uhrzeit des Übertritts. Liegt der Übertritt an einem anderen Tag als dem Geburtstag, ist die Frage entschieden. Der zweite Schritt wird nur nötig, wenn Übertritt und Geburt auf denselben Kalendertag fallen – dann entscheidet die Geburtsstunde, und zwar in Mitteleuropäischer Zeit.
Was in diesem Fall herauskommt, kann von der Tabelle abweichen, und beide Antworten sind in ihrem eigenen Rahmen richtig. Die Tabelle sagt, welches Zeichen der Konvention nach gilt; der Sonnenstand sagt, wo die Sonne wirklich stand. Wer beides kennt, kann sich entscheiden, welche der zwei Antworten er meint – und das ist mehr, als eine Tabelle allein leisten kann.
Ein häufiger Sonderfall ist der Geburtstag am 29. Februar. Er liegt zeichenmäßig eindeutig in den Fischen und weit von jeder Grenze entfernt, sodass sich die Frage dort nicht stellt. Der Schalttag ist aber der Grund für die Wanderung überhaupt: er verschiebt jeden Zeichenübertritt des folgenden Jahres um fast einen ganzen Tag nach vorn und erzeugt damit das Sägezahnmuster, das auf allen Monatsseiten beschrieben ist.
Alle Grenztage des Jahres im Überblick
Zwanzig der 365 Tage sind Grenztage. An ihnen entscheidet zusätzlich das Geburtsjahr, weil der Übertritt der Sonne in manchen Jahrgängen schon stattgefunden hat und in anderen noch nicht. An allen übrigen 345 Tagen genügt das Datum. Die Liste nennt sie nach Zeichen geordnet: links der Tag, rechts das Zeichen, in das die Sonne an ihm in einem Teil der Jahrgänge bereits weitergerückt ist, während die Tabelle noch das vorige führt.
- 20. März – in den Widder
- 19. und 20. April – in den Stier
- 20. Mai – in die Zwillinge
- 20. und 21. Juni – in den Krebs
- 22. Juli – in den Löwen
- 22. und 23. August – in die Jungfrau
- 22. und 23. September – in die Waage
- 22. und 23. Oktober – in den Skorpion
- 21. und 22. November – in den Schützen
- 21. Dezember – in den Steinbock
- 19. und 20. Januar – in den Wassermann
- 18. und 19. Februar – in die Fische
Die Liste ist aus dem gemessenen Sonnenstand abgeleitet und nicht geschätzt: für jeden der zwölf Übergänge wurde der Zeitpunkt für jedes Jahr von 1940 bis 2035 bestimmt, und ein Tag steht hier genau dann, wenn er in mindestens einem dieser Jahre auf der anderen Seite der Grenze lag als die Tabelle behauptet. Bei vier Zeichen gibt es nur einen solchen Tag, bei den übrigen zwei.
Wer an einem der zwanzig Tage geboren ist, findet den Zeitpunkt mit Datum und Uhrzeit auf der Seite des betreffenden Monats. Wer an einem der 345 anderen geboren ist, braucht nur die Tabelle – und in dem Fall ist jede weitere Angabe Zierde.
Der längste und der kürzeste Abschnitt liegen drei Tage auseinander. Die Ursache ist die Form der Erdbahn: Anfang Januar läuft die Erde am schnellsten, Anfang Juli am langsamsten.
Die 12 Sternzeichen und ihre Bedeutung
Alle Sternzeichen dieser Seite stehen für einen Abschnitt von dreißig Grad auf der Ekliptik – nicht für ein Sternbild und nicht für eine Vorhersage. Das ist die Bedeutung, die hier gemeint ist: eine Position der Sonne, gerechnet vom Frühlingspunkt. Die 12 Sternzeichen teilen den Sonnenlauf vollständig auf, ohne Lücke und ohne Überschneidung, und genau deshalb lässt sich zu jedem Datum ein Zeichen nennen.
Alle Sternzeichen im Überblick stehen in der Tabelle weiter oben, und dort steht auch, welche Bedeutung die einzelnen Spalten haben; jedes Zeichen hat außerdem eine eigene Seite mit dem Datum, dem Symbol und der Herkunft des Namens, und alle zwölf Sternzeichen Symbole stehen zusätzlich in einer eigenen Übersicht. Wer nur die 12 Sternzeichen in ihrer Reihenfolge sucht, liest die Tabelle von oben nach unten – sie folgt dem Sonnenlauf und beginnt beim Widder. Einen zweiten Überblick gibt der Jahresring oben auf dieser Seite: dieselben zwölf Abschnitte, nur rund statt untereinander.
Wie diese Seiten aufgebaut sind
Die zwölf Zeichenseiten beantworten die Frage nach einem Zeichen: Zeitraum, Symbol, Element, herrschender Planet, die Herkunft des Namens und des Bildes, und die Verteilung des gemessenen Übertritts über sechsundneunzig Jahre. Die zwölf Monatsseiten beantworten die Frage nach einem Datum: welche zwei Zeichen in den Monat fallen, wo die Grenze liegt, und für jedes Jahr der letzten Jahre der Zeitpunkt mit Uhrzeit. Die Tabelle stellt alle zwölf Zeiträume nebeneinander und nennt in der letzten Spalte die Grenztage.
Der Rechner oben nimmt Tag und Monat und nennt das Zeichen nach der gebräuchlichen Tabelle; fällt das Datum auf einen Grenztag, steht das dabei, mit einem Verweis auf die Monatsseite, wo der Zeitpunkt für jedes Jahr nachzulesen ist. Ohne eingeschaltetes JavaScript funktioniert er ebenfalls – die Anfrage wird dann von der Tabellenseite beantwortet.
Alle Zeitpunkte auf diesen Seiten sind gerechnet, nicht abgeschrieben: aus der scheinbaren geozentrischen Länge der Sonne, bezogen auf das Äquinoktium des Datums, mit abgezogener Aberration des Lichts, und angegeben in Mitteleuropäischer Zeit. Die Rechnung ist gegen veröffentlichte Tagundnachtgleichen und Sonnenwenden geprüft und auf etwa drei Minuten genau. Wo ein Übertritt näher als eine Viertelstunde an Mitternacht liegt, wird der Kalendertag nicht behauptet, sondern die Unsicherheit genannt – das betrifft dreiundzwanzig von 1152 untersuchten Übergängen.
Häufige Fragen
Fragen zu den Sternzeichen
Welches Sternzeichen habe ich?
Das hängt allein vom Geburtsdatum ab. Die Tabelle auf dieser Seite ordnet jedem Datum ein Zeichen zu; der Rechner oben nimmt Tag und Monat und nennt das Ergebnis samt Zeitraum. Liegt der Geburtstag auf einem der Grenztage, entscheidet zusätzlich das Geburtsjahr.
Warum stehen auf verschiedenen Seiten verschiedene Daten?
Weil zwei Dinge durcheinandergehen: die gebräuchliche Tabelle, die feste Kalendertage nennt, und der tatsächliche Zeitpunkt, an dem die Sonne die Grenze zwischen zwei Zeichen überschreitet. Der Zeitpunkt verschiebt sich von Jahr zu Jahr um knapp sechs Stunden, deshalb liegt die Grenze je nach Jahrgang auf dem einen oder dem anderen Tag.
Was ist ein Grenztag?
Ein Tag, an dem die Sonne in manchen Jahren schon im nächsten Zeichen steht und in anderen noch nicht. An diesen Tagen ist die Angabe aus der Tabelle nicht falsch, aber unvollständig – erst mit dem Geburtsjahr wird sie eindeutig. Welche Tage das sind, steht bei jedem Zeichen und auf den zwölf Monatsseiten.
Sind Sternzeichen und Sternbilder dasselbe?
Nein. Die zwölf Zeichen sind gleich große Abschnitte von je 30 Grad auf der Ekliptik, gezählt vom Frühlingspunkt. Die Sternbilder am Himmel sind ungleich groß und liegen wegen der Wanderung des Frühlingspunktes heute rund ein Zeichen weiter. Ein Zeichen ist ein Maß, ein Sternbild ist eine Figur.
Wonach ist die Reihenfolge der Zeichen geordnet?
Nach dem Sonnenlauf, beginnend beim Frühlingspunkt: Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann, Fische. Die Reihe beginnt also im März, nicht im Januar.